FAQ – die häufigsten Fragen…

…und Antworten für alle, die ein Lastenrad teilen wollen!

Ist Deine Frage nicht dabei? Dann nimm bitte mit uns Kontakt auf.

Bitte schau auch unsere Geschäftsbedingungen (AGB) an. Diese können hier abgerufen werden und
bilden die rechtliche Grundlage der Miete.

Die wichtigsten Hintergrundinfos für Interessenten zum "Teilen"

Was ist Hannah heute?
Nachdem wir, der ADFC und Velogold, einige Jahre fast alle Lastenäder selbst verwaltet und alle Anfragen selbst betreut haben, haben wir Hannah 2022 zu einem „Portal“ entwickelt, welches den Menschen in der Region Hannover auf vielfältigste Art die Möglichkeit geben soll, ihr eigenes Lastenrad (oder mehrere…) nach ihren Wünschen zu teilen, also ein eigenes Lastenrad in den Verleih zu geben. Mehr dazu unter „Über uns“

Hannah wird also zum Vermittler zwischen euch, den Nutzer*innen und den Verleihern – ähnlich dem Prinzip Ebay oder Airbnb.

Diesen Weg gehen wir, damit wir noch viel mehr gemeinschaftlich geteilte Lastenräder in der Region Hannover sehen und die viele Arbeit nicht bei wenigen bleibt, sondern sich auf viele Menschen vor Ort verteilt.

Und damit Ideen entstehen, wie ihr euch euer Lastenrad teilt! Nennt es, wie ihr wollt, macht es in privatem oder öffentlichem Angebot, schreibt drauf, was ihr möchtet – gestaltet und teilt euer eigenes Lastenrad!

#lastenrädereinfachteilen 🙂

Was ist Hannah im Rückblick?
HANNAH war 2015 Hannovers erster Lastenradverleih und in kurzer Zeit zu einer der größten Initiativen der „Freien Lastenräder“ in Deutschland gewachsen. Viele der über einhundert ähnlichen Initiativen fragen uns nach „Tipps und Tricks“, um ihre eigene Initiative einzurichten. Insofern ist Hannah schon eine „alte Häsin“ in der Szene, die viel Wissen weiter geben kann!

2021 gab es die Zwanzigtausdendste Ausleihe, fast 4000 Buchungen gab es in 2021, yeah!

Wer steht hinter Hannah?
Hannah gründete sich 2015 als Gemeinschaftsinitiative vom ADFC und VELOGOLD, deren gemeinsamer Impuls zur Entwicklung von HANNAH ein „Wer, wenn nicht wir?“ war und so ging Hannah Nr. 1 in den Verleih, über vierzig folgten ihr bis 2022!

Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) setzt sich dafür ein, dass mehr Menschen Fahrrad fahren und das in sicherer Infrastruktur. Die Mission von Velogold ist die Verbreitung von Lastenrädern, dort werden diese verkauft und teilweise auch entwickelt. Und weil es bei Velogold eine eigene Designabteilung gibt, wurde hier „Hannah“ entwickelt und diese Konstellation hat sich heute sehr bewährt, wenn auch die Aufgabenverteilung sich den Gegebenheiten anpasste.

Für wen ist das neue Hannah-Portal, welche Partner möchten wir erreichen?

Hausgemeinschaften, private Gruppen aller Art
Ob ihr eine Hausgemeinschaft oder mehrere Parteinen in einer (Wohn-)Strasse seid, ist egal. Ideal ist für euch alle, dass ihr mit dem Hannah-Portal eine „private“ Nutzergruppe seid – so unser Vorschlag. Dann ist euer Lastenrad nicht öffentlich und ihr verwaltet alle Nutzerinnen und Nutzer selbst. Ihr bestimmt in eurem Backend, wie die Parameter für euch als Gruppe sein sollen.

Vereine und vergleichbare Organisationen
Ihr könntet euer Lastenrad auch komplett privat, also unter euch, verwalten und nutzen. Es könnte aber auch für alle Vereinsmitglieder kostenlos sein und wer außerhalb dieser Gruppe das Rad nutzen möchte, könnte z.B. eine Pauschale von fünf Euro zahlen, so können laufende Kosten des Unterhalts (App-Verwaltung, Wartung, Reparatur) von diesen Einnahmen getragen werden.

Einzelhandelsgruppen von Einkaufsstraßen
Ihr möchtet euren lokalen Einzelhandel stärken und euren liebsten Kunden, die vor Ort auch wohnen, einen besonderen Service bieten: Installiert ein Lastenrad, mit oder ohne Motor und finanziert das ganze z.B. durch eine Pauschale oder einen Zeit-Tarif und euren persönlichen Kunden gebt ihr Nutzungs-Gutscheine für euer Lastenrad! Nur eine Idee von mehreren Möglichkeiten…

Bezirksräte, Kommunen, Kirchengemeinden, etc.
Wie in der Vergangenheit auch, sind es oft Bezirksräte und Kommunen, die ein Gratis-Verleihangebot an ihre Bürger*innen machen möchten und in Hannover gibt es schon mehrere Kirchengemeinden, die auch eine Marie, eine Frieda und andere Namen an ihre Lastenräder vergeben haben.

Für dieses Angebot ist oft ein unmotorisiertes Angebot schon sehr gut angenommen, da die Wege meist sehr kurz sind und der Großeinkauf oft nur 1-2km gefahren werden muss – lieber mehrere unmotorisierte Lastenräder, als wenige mit E-Unterstützung!

Unternehmen als „einfacher Sponsor“?
Klar, auch das geht. Wendet euch über das Kontaktformular an uns und wir entwickeln Ideen, wie dieses Modell aussehen könnte. Für die Aussendarstellung gibt es dann in eurem Corporate Design gestaltete Lastenräder und wir kümmern uns um den Rest.

Sind Wohnungsbaugesellschaften ideale Partner?
Klar! Hier sehen wir die Lastenräder möglichst in Innenhöfen installiert, hier kann auch für E-Lastenräder die erforderliche Wallbox installiert werden. Das Angebot kann dann z.B. nur für einen oder mehrere Häuseingänge sein, also „privat“.

Wie sind die Schritte für die Installation eines eigenen Lastenrades?

Kompetente Beratung von Velogold
Als erstes erarbeiten wir die Ziele des Vorhabens, die möglichen Nutzer*innenprofile, hieraus ergeben sich konkrete Anforderungen und auch spezifische Lastenradmodelle. Hier gibt es natürlich bewährte Vorgehensweisen, die aber auch durch spezielle Anforderungen erweitert werden können! Welches Gebührenmodell möglich und / oder sinnvoll ist, besprechen wir ebenso wie alle Punkte, die sonst noch zu lösen sind. Am Ende entsteht ein erstes Angebot über das Lastenrad und die für einen smarten Verleih erforderlichen Produkte und Services, woran wir dann die weiteren Details diskutieren können.

Wenn wir alle Informationen und Wünsche beisammen haben, erstellen wir ein Angebot mit all den Details, die euren Anforderungen entsprechen: (E-)Lastenrad, App-Nutzungsgebühren, ggf. Wallbox, ggf. Grafikarbeiten, ggf. Installationsarbeiten der Wallbox und bei Bedarf auch ein Service-Paket.

Das Lastenrad soll einen besonderen Namen tragen und ebenso besonders aussehen?
Nun ja, auch dafür sind wir da… herzlich gerne, denn im Team sind professionelle Designer, die wissen, worauf es ankommt, wenn ein Lastenrad zu einem „Vereins-Rad“ oder natürlich auch im Look einer Unternehmung aussehen soll und auf welche Details es dafür ankommt. Wir entwickeln dafür nach einem Gespräch 2-3 Entwürfe und können auch die Druckabwicklung mit einem lokalen Werbetechniker durchführen – das haben wir schon viele male gemacht.

Was ist der beste Standort?
Insbesondere bei einem E-Lastenrad, was ja auch für die Energiezufur eine kleine „Wallbox“ braucht, sind wir bei der Installation vor Ort behilflich. In unserem festen Team ist dafür ein „echter“ Industrie-Elektroniker, ein Industrie-Mechaniker, ein Tischler – wir haben allerlei Kompetenzen an Bord, probiert´s aus!

Finanzierung, Fördermittel & Einnahmen

Wie ist die Kostenstruktur für ein eigenes Lastenrad in gemeinschaftlicher Nutzung?
Die Zutaten zum eigenen Lastenrad im Hannah-Portal bestehen im einzelnen aus:

  1. Lastenrad mit oder ohne E-Unterstützung, ggf. mit Zubehör, netto 2500,- bis ca. 5500,- Euro (Bsp. E-Bakfiets ca. 4500,-)
  2. App-Nutzung und Online-Verwaltung des Lastenrades, ab 200,- p.a. für Gratis-Verleih, ca. 450,- p.a. bei kostenpflichtigem Verleih
  3. Wallbox zur Energieversorgung bei E-Lastenrädern, ca. 400,- Euro
  4. Branding / Aussengestaltung des Lastenrades – bei Bedarf, ca. 400,- Euro

Die Preise für das Lastenrad sind handelsüblich, die „Nebenkosten“ sind unserer Ansicht moderat – damit wir unsere gemeinsamen Ziele erreichen!

Finanzierung, Leasing?

Wir sind mit Leasinganbietern im Gespräch, wo auch die „Konnektivitätskosten“, also die App-Nutzung und ggf. die Wallbox, leasingfähig sind. Überschlägige Berechnungen ergaben bei 36 Monaten Laufzeit einen monatlichen Leasing-Betrag von netto ca. 180,- Euro für ein E-Lastenrad mit allem was man für jedwede gemeinschaftliche Nutzung braucht, also „all inclusive“.

Beispiel: Bei 30 Nutzer*innen ergibt das sechs Euro pro Person und Monat, bei 50 Nutzern 3,50 Euro und theoretisch alle 36 Monate ein neues E-Lastenrad – oder bei erfolgreicher Nutzung ein zweites!?

Kaufprämien?
Aktuell (06/2022) gibt es zwei Kaufprämien für die Region Hannover:

  1. Lastenräder für Privatpersonen: 400,- Euro für unmotorisierte Lastenräder und 800,- Euro pauschal für E-Lastenräder
  2. Lastenräder für Gewerbetreibende, Vereine, (Hoch-)Schulen, Kommunen, also alle, die nicht unter 1. fallen: 25%, maximal 2500,- Euro) – auch für Hausverwaltungen oder Vermieter*innen geeignet.

Wie kann ich Einnahmen generieren?
Wir glauben an ein selbstfinanzierendes Verleih-Modell mit Nutzungsgebühren, die zugleich fair sind. Im Hannah-Portal sind dafür  verschiedene Gebührenmodelle möglich, dessen Grundkonzept identisch ist: Alle Einnahmen werden den jeweiligen Eigentümer*innen gutgeschrieben. Da diese Option ein umfangreicheres Backend mit Abrechnungssystemen bedarf, sind hier die monatlichen Tarife für den gebührenpflichtigen Verleih rund 15,- Euro über den Tarifen des Gratis-Verleihs.

Die Abrechnung soll quartalsweise erfolgen, ein Abzug im niedrigen, einstelligen Prozentbereich für die Zahlungsdienstleister (Dritte) ist noch zu berücksichtigen.

Service & Reparatur

Sind die Lastenräder versichert?

Beim Leasing ist eine Versicherung im Leasingvertrag meistens enthalten.

Ausserhalb des Leasings ist dies Sache der Eigentümer*in, worüber wir aber gerne beraten und Tipps geben können. Der Bedarf ist in ländlicher Region anders, als im urbanen Kontext, also individuell abzuwägen.

Wartungsvertrag?
Ein verheissungsvolles Wort und seit Jahren immer wieder in der Diskussion. Wir sind der Überzeugung, dass nur das abgerechnet werden sollte, was auch an Arbeiten angefallen ist. Bei Jahres-Pauschalen gibt´s oft nur eine Gewinnerin – die Werkstatt, wenn nix passiert oder die Eigentümerin, wenn ganz viel und oft defekt ist, alles ist möglich.

Dennoch möchten wir dabei helfen, dass alle Räder in der Region im Falle von Defekten eine individuelle Adresse vor Ort bekommen, um fachgerecht und zügig repariert oder auch gewartet werden können. Wir kennen schon viele Fahrradwerkstätten, die in der Vergangenheit auch schon die „Hannahs“ repariert haben. Zur jährlichen Wartung kommen alle „Hannahs“ zu Velogold – das muss aber nicht sein und kann individuell gehandhabt werden!

Welche Aufgaben kommen auf mich zu, wenn ich ein Lastenrad "in Verkehr" bringe?

Ansprechpartner bei Störungen und Defekten
Pro Lastenrad legen wir eine Person an, die von den Eigentümern des jeweiligen Lastenrades bestimmt wird. Diese Person ist Patin / Pate und bekommt von den Nutzer*innen im Falle einer Störung über die App automatisch eine Mail. Nach Erhalt kommt die „Kümmer-Aufgabe“ – wie auch immer sie aussieht, das entscheidet die Person, die die Nachricht erhalten hat.

Natürlich kann diese Person / Mailadresse auch für mehrere Lastenräder eingerichtet oder auch mal geändert werden.

Was passiert bei Störungen, die die folgenden Reservierungen betreffen?
In diesem Fall loggt sich die Patin auf einer Website ein, die nur „ihr“ Lastenrad anzeigt. Dort kann sie die nachfolgenden Buchungen mit einer Auto-Mail hinweisen á la „Liebe Nutzer*in, wir haben eine Störung über das von dir gebuchte Lastenrad erhalten. Wir können noch nicht abschätzen, ob dieses deine Buchung betrifft, bitte stelle dich ggf. darauf ein, in kürze eine der beiden Optionen als weitere Info zu erhalten:

a) …Die Störung ist behoben, deine Reservierung / Nutzung kann nach aktueller Lage stattfinden.“

b) …Leider ist die Störung noch nicht behoben, deine Buchung / Nutzung kann nicht stattfinden, das bedauern wir sehr. Bitte reserviere dir einen späteren Zeitraum oder ein anderes Fahrzeug.“

Welche Aufgaben entstehen bei Defekten?
„Kümmer dich!“, um es mal salopp zu formulieren. Die Person, die die Störungsmeldung erhalten hat, sollte Ideen haben, wie am besten das Lastenrad wieder nutzbar gemacht werden kann. Mal schleift irgendwas, mal muss Luft aufgepumpt werden und mal sind es Störungen, die eine sichere Weiterfahrt verhindern.

Gibt es buchbare „Service-Module“ für ein „Rundum-Sorglos-Paket“?
Hierzu möchten wir zusammen mit dir kreativ sein und – wenn möglich – bedarfsgerechte Modelle entwickeln.

Lastenräder und Marketing?

Welche Bereiche kann ich als Eigentümerin frei gestalten?
Im neuen Konzept gibt es sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten, die Lastenräder jeweils nach genau euren Vorstellungen aussehen zu lassen!

Insbesondere für den nicht privaten Verleih wünschen wir uns auf den großen Seitenflächen den Hashtag #lastenrädereinfachteilen mit einem QR-Code dahinter, der auf diese Website führt. Alles andere in diesem Bereich steht zur freien Gestaltung! Auf der Rückseite der Kiste gibt es von uns „Pflichtinformationen“: Sicherheitshinweise, Angaben zur Eigentümerin und noch mal einen QR-Code, der die Nutzer*innen zur Anleitung auf diese Website führt.

Welchen Beitrag hat diese Website für´s Marketing?

Auf der Übersichtskarte sind alle gemeinschaftlich genutzten Lastenräder – auf Wunsch auch die privat genutzten Gruppen. Jedes einzelne Rad führt mit Mausklick auf eine Unterseite, auf der informiert werden kann, wer sich hinter diesem Lastenrad verbirgt, hier kann ein redaktioneller Text stehen, ein Bild z.B. von der Einweihung, usw.

Zusätzlich bieten wir an, jedes neue Lastenrad in Absprache mit den Eigentümer*innen auf Facebook (ca. 1600 Follower) und Instagram zu bewerben.

Wallbox für E-Lastenräder

Wie kommt die Energie in gemeinschaftlich genutzte Lastenräder?

Hierfür bieten wir drei unterschiedliche Modelle der „Wallbox“ an:

  1. Version mit langem Kabel, welches direkt an den Akku des Lastenrades geführt wird, ohne diesen abnehmen zu müssen. Hier kann der Akku auch fest verbaut werden.
  2. Version mit Zahlenschloss, in dem der Akku auf eine Akkuhalterung aufgesteckt wird und somit geladen wird.
  3. Version mit elektronischem Schloss, wie zuvor, doch öffnet sich die Tür auch mit der App.